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Politische Lage

Ich bin kein Diplomat, und ich habe keinerlei Verantwortung für andere Menschen. Es gab eine Phase, in der das anders war, aber ich habe sie aus freien Stücken bald beendet – aber das ist ein anderes Thema.Ich bin ein Einzelkind, aber ich wuchs in einer Nachbarschaft mit vielen Gleichaltrigen auf, wir waren fast wie Geschwister. Ich empfinde es als Vorteil, in einem der geburtenstarken Jahrgänge geboren worden zu sein. So habe ich schon sehr jung gelernt, dass Gemeinschaften nur funktionieren, wenn sich alle Mitglieder an gewisse Regeln halten, anderenfalls gab es Sanktionen mit deutlich spürbaren Folgen – als Kind reichte es schon, wenn man nicht mehr mitspielen durfte.Wenn ich den privaten Rahmen meiner Kindheit verlasse und die aktuelle globale Lage auf der Welt ansehe, stelle ich fest, dass es eine Reihe von Regelbrechern gibt. In Osteuropa weigern sich einige Länder, ihren Verpflichtungen aus der Mitgliedschaft in der EU nachzukommen, Herr Erdoğan in der Türkei schafft die Demokratie und die Menschenrechte in immer rasanterem Tempo ab, Herr Trump in den USA sucht täglich neue Bestätigungen für sein krankhaftes Ego, sie alle eint, dass sie keinerlei Rücksicht auf das Befinden Anderer nehmen, weil sie wissen, dass sie keine ernsthaften Folgen befürchten müssen.Ich komme jetzt auf die Erfahrungen aus meiner Kindheit zurück. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird bestraft. Und hier werde ich naiv: Wenn einige Mitglieder einer Gruppe sich nicht an die Regeln halten, warum sollen sie dann davon profitieren? Warum drehen wir Osteuropa nicht einfach den Geldhahn zu, egal, ob es dafür eine rechtliche Handhabe gibt? Warum brechen wir nicht alle Beziehungen – wirtschaftlich und politisch – zur Türkei ab? Warum strafen wir Trump nicht einfach mit Ignoranz?Wie gesagt, meine Sichtweise ist naiv, das ist mir bewusst. Aber die angesprochenen Regierungen gehen genauso bewusst unkonventionelle Wege, und ich frage mich, warum man darauf konventionell antworten muss.

27.1.17 15:12, kommentieren

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Erster Eintrag

Hallo zusammen, mein Name ist Klaus. Ich versuche immer wieder, meinen Platz in der Gesellschaft zu finden, oft finde ich dies immer schwieriger. Ich habe das Gefühl, dass das Leben um mich herum irgendwann einen Weg eingeschlagen hat, dem ich nicht gefolgt bin, ich fühle mich in meiner vertrauten Umgebung oft fremd.Wer bin ich? Tja... wo soll ich anfangen? Ich hoffe, dass ich eine Reihe von Einträgen hier schreibe, und dass sich deren Leser nach und nach selbst ein Bild davon machen können. Ich beginne einfach einmal mit ein paar Fakten aus meinem Leben. Ich bin zurzeit 52 Jahre alt und lebe in Kiel, wo ich auch geboren wurde und die meiste Zeit meines Lebens verbrachte. Zwischendurch habe ich in Bochum, München, Istanbul und Varna einige Zeit gewohnt.Ich bin offen für andere Meinungen und Lebensarten; allerdings reagiere ich empfindlich, wenn ich nationalpopulistische Parolen höre. Ich selbst gehöre keiner Religion an, akzeptiere diese aber, solange man nicht versucht, dazu zu bekehren. Ich bin also das, was einige Menschen als "ungläubig" bezeichnen, und ich bin sehr froh darüber. Meiner Meinung nach sind Religionen ein Mittel, die Verantwortung für sich selbst auf irgendeine höhere Macht abzuschieben, und diese ist dann auch der Grund, wenn etwas passiert - positiv oder negativ. Das ist mir zu einfach, ich selbst entscheide, welchen Weg ich gehe, und nur ich trage dann auch die Konsequenzen dafür. Ich bin seit knapp zehn Jahren durch einen - nennen wir es - Unfall, ich schreibe später sicher noch darüber, schwerbehindert, genauer gesagt habe ich Gleichgewichtsstörungen. Dadurch ist es schwierig für mich, wieder eine adäquate Arbeit zu finden; ich kompensiere dies, indem ich mich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagiere, genauer gesagt gebe ich Asylbewerbern mehrmals in der Woche Deutschunterricht und stehe ihnen auch darüber hinaus als Ansprechpartner zur Verfügung, wenn sie es möchten.Ich unterscheide mich in einem Punkt stark von den meisten meiner Mitmenschen: Ich bin nicht erreichbar, wenn ich unterwegs bin; ich habe kein Mobiltelefon oder gar Smartphone, das Internet nutze ich nur zuhause. Ich kaufe nie online ein, und ich zahle stets bar. Ich sehe eine immer größere Möglichkeit der Überwachung, und ich kann nicht abschätzen, wer genau dafür verantwortlich ist. Folglich mache ich es anderen Leuten so schwer wie möglich, meine Art zu Leben nachzuvollziehen. Ich ziehe grundsätzlich ein persönliches Gespräch Kontakten im Internet vor, schon allein, weil dann Rückfragen viel besser möglich sind.Aktuell schaue ich sorgenvoll in Richtung Ankara und Washington, ich halte beide Regierungen für sehr gefährlich und hoffe, dass es anderswo (oder idealerweise jeweils im eigenen Land) genügend Andersdenkende gibt, die sich diesem Irrsinn entgegensetzen.Generell gilt für mein Blog, dass Kommentare und Rückfragen sehr willkommen sind, ich mag es nicht, wenn ich Monologe führe, ohne dass darauf Reaktionen kommen.So, das war einer erste Einleitung, von jetzt an werde ich mich in jedem Eintrag auf ein Thema beschränken - ich versuche es zumindest.

27.1.17 11:18, kommentieren

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